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Schleswig-Holsteins Cannabis-Blockade
Bürokratie als Instrument der Prohibition
Sabotage durch Verwaltung
Die Landesregierung in Kiel fährt beim Thema Cannabis einen harten Konfrontationskurs. Wie der aktuelle Bericht ➥ „Landesregierung contra Cannabis“ der Kieler Nachrichten (KN) vom 05.01.2026 belegt, setzt die schwarz-grüne Koalition auch im Jahr 2026 auf eine extrem restriktive Auslegung des Bundesgesetzes. Das Ziel ist offensichtlich: Die Legalisierung soll durch maximale administrative Hürden und drakonische Bußgelder im Keim erstickt werden. Besonders zynisch ist dabei, dass sich die Politik lautstark über genau den Aufwand beschwert, den sie durch künstliche Kleinteiligkeit selbst erzeugt hat.
Referenzierte Primärquelle: Kieler Nachrichten (KN)
Der Bericht ➥ „Landesregierung contra Cannabis“ der Kieler Nachrichten (KN) dokumentiert die gezielte Blockadehaltung in SH. Die Justizbelastung resultiert primär aus der Revision von Altfällen (Amnestie), die aufgrund der früheren strengen Verfolgung in Schleswig-Holstein besonders umfangreich ausfällt. Die Landesregierung nutzt diese selbstverschuldete Arbeitslast nun als politisches Argument gegen die Cannabis-Freiheit.
Justiz-Jammern: Die Quittung für den Kontrollwahn
Regelmäßig führt die CDU-geführte Landesregierung die Überlastung der Justiz ins Feld. Doch dieser Berg an Arbeit ist kein Fehler des neuen Gesetzes, sondern das direkte Resultat einer jahrzehntelangen, ideologisch getriebenen Verfolgungspolitik.
Wer über Jahre hinweg tausende Verfahren wegen Kleinstmengen eröffnet hat, darf sich jetzt nicht über den Aufräumaufwand wundern.
Als tiefergehenden Denkanstoss empfehlen wir passend das Video des bekannten Strafverteidigers Konstantin Grubwinkler: In diesem zeigt er zudem auf, dass die Politik aktuell versucht, über künstlich erhöhte Strafrahmen invasive Methoden wie die Telefonüberwachung zurückzugewinnen, um die polizeiliche Kontrolle entgegen des Geistes der Entkriminalisierung zu maximieren.
Theorie vs. Realität: Das Ampel-Versprechen
Wie MrWissen2go (Mirko Drotschmann) analysierte, sollte die Legalisierung einen „adäquaten Umgang“ mit der gesellschaftlichen Realität schaffen. Das Ziel war die Zerschlagung des Schwarzmarktes durch staatliche Kontrolle und Qualitätsprüfung. In Schleswig-Holstein wird dieser Fortschritt jedoch durch eine gezielte „Sabotage-Verwaltung“ konterkariert.
Anstatt Beratung regiert das Prinzip Abschreckung durch Kosten. Wer CSC-Gründern Gebühren von bis zu 4.000 € aufbürdet und die bürokratischen Lasten ins Unermessliche treibt, sorgt aktiv dafür, dass Konsumenten weiterhin im illegalen Markt bleiben müssen.
Der Preis der Schikane: Bußgeld-Repression
Schleswig-Holstein nutzt den föderalen Spielraum für einen der drakonischsten Bußgeldkataloge Deutschlands. Man schafft ein Bürokratiemonster und zeigt dann mit dem Finger auf Berlin.
| Verstoß gegen KCanG / LVO | Schleswig-Holstein (CDU) | Bayern (CSU) | Berlin / Hamburg (Mix) |
|---|---|---|---|
| Konsum in Sichtweite ( | 500 € | 500 € | ca. 250 € |
| In Gegenwart Minderjähriger | 1.000 € | 1.000 € | 300 – 500 € |
| Besitz 26g – 30g (Öffentlicher Raum) | 500 € – 1.000 € | 500 € – 1.000 € | Einzelfallprüfung |
| Konsum in Fußgängerzonen (7:00 – 20:00 Uhr) | 500 € | 500 € | ca. 150 € |
| Werbung / Sponsoring für CSCs | bis 30.000 € | bis 30.000 € | gestaffelt |
CSC-Gründer: Ehrenamt gegen Staatsapparat
Während sich Ministerien über ihre Arbeitslast beklagen, stehen die Gründer der Cannabis Social Clubs (CSC) vor enormen Hürden. Das Landeslabor Neumünster fordert Konzepte ein, die ehrenamtliche Vereine an ihre finanziellen und zeitlichen Grenzen bringen.
- Erlaubniserteilung: Gebühren von bis zu 4.000 € – eine massive Hürde für nicht-kommerzielle Vereine.
- Steuer-Status: Die Gemeinnützigkeit wird CSCs konsequent verweigert, was die Finanzierung erschwert.
- Prüfungsdauer: Extrem lange Bearbeitungszeiten durch Detail-Wahn bei Präventionskonzepten und Sicherheitsauflagen.
Ideologische Sabotage statt Realismus
Die Strategie der Landesregierung ist durchschaubar: Sabotage durch Verwaltung. Man nutzt jede Chance, den Vollzug so steinig wie möglich zu gestalten. Dass dabei Justiz und Polizei als Argument herhalten müssen, ist bemerkenswert – denn sie müssen den politisch gewollten Kontrollwahn am Ende ausbaden. Anstatt den Schwarzmarkt effektiv zu bekämpfen, wird Energie darauf verschwendet, legale Strukturen auszubremsen. Wer die Legalisierung so torpediert, nimmt billigend in Kauf, dass der Jugendschutz auf der Strecke bleibt, da der Schwarzmarkt keinerlei Regeln kennt.
Werde Teil der Bewegung!
Lass dich nicht von Schikane-Bürokratie ausbremsen. Der VfG420 vernetzt Konsumenten, CSC-Gründer und Juristen, um der Prohibition durch die Hintertür Einhalt zu gebieten. Gemeinsam kämpfen wir für unsere Rechte im Norden. Fakten statt Ideologie!
JETZT DEM VfG420 BEITRETENGeprüfte Quellen & Nachweise
[1] Kieler Nachrichten (KN): ➥ „Landesregierung contra Cannabis“ (VÖ: 05.01.2026).
[2] K. Grubwinkler (Strafverteidiger): ➥ Video-Analyse zur IMK-Forderung & Telefonüberwachung.
[3] Redaktioneller Kommentar vfg420: Analyse der Justizbelastung & Sabotage-Taktik.
[4] MrWissen2go (M. Drotschmann): ➥ Dokumentation der politischen Ziele zur Legalisierung.


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