VfG Süderelbe: DPolG-Kritik am KCanG – Unsere Sicht

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VfG Süderelbe: DPolG-Kritik am KCanG – Unsere Sicht

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat sich kürzlich mit scharfer Kritik zum Cannabisgesetz (KCanG) geäußert und fordert eine sofortige Rückgängigmachung der Teillelegalisierung von Cannabis in Deutschland. Diese Position, dargelegt in einem Zwischenbericht, der unter anderem auf der Website der DPolG veröffentlicht wurde (hier), stößt beim Verein für Gemeinschaft Süderelbe e.V. (VfG Süderelbe / VfG420.de), Ihrem Cannabis Social Club Hamburg, auf eingehende Analyse und einen klaren Gegenentwurf. Als VfG Süderelbe stehen wir für eine aufgeklärte, evidenzbasierte Cannabis-Politik, die auf Harm Reduction, Konsumentenschutz, Qualitätssicherung, eine sinnvolle Regulierung und einen konsequenten Jugendschutz (21+-Standard) setzt. Wir sind überzeugt, dass das KCanG – trotz anfänglicher Herausforderungen – der richtige Weg ist, um den Schwarzmarkt zu schwächen und den Konsum in sichere, kontrollierte Bahnen zu lenken, und wir übertreffen die gesetzlichen Jugendschutz-Abstandsregeln zu Schulen und Jugendeinrichtungen proaktiv, um maximale Sicherheit zu gewährleisten.

Die DPolG-Position: Eine kritische Analyse aus VfG-Sicht

Die DPolG, vertreten durch ihren Bundesvorsitzenden Rainer Wendt, sieht in der Teillelegalisierung eine „weitreichende Fehlentscheidung“ und prognostiziert eine Zunahme der Drogenkriminalität, die Deutschland „überrollen“ werde. Sie beruft sich auf Bedenken des Bundesinnenministers und des BKA. Aus Sicht des VfG Süderelbe ist diese pauschale Verurteilung nicht nur überzogen, sondern verkennt auch das grundlegende Ziel einer modernen Cannabis-Politik: die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung zu verbessern, anstatt sie durch eine gescheiterte Prohibition dem unkontrollierten Schwarzmarkt preiszugeben. Die VfG steht für einen pragmatischen Ansatz, der die Realität des Cannabiskonsums anerkennt und Wege aufzeigt, diesen verantwortungsbewusst zu gestalten.

Behauptete Zunahme der Drogenkriminalität: Eine differenzierte Betrachtung

Die Befürchtung einer Zunahme der Drogenkriminalität ist ein wiederkehrendes Argument der Prohibitionisten. Aus der Perspektive des VfG Süderelbe ist jedoch zu betonen, dass eine kontrollierte Abgabe von Cannabis über regulierte Cannabis Social Clubs in Hamburg und bundesweit gerade darauf abzielt, dem Schwarzmarkt und der damit verbundenen Kriminalität die Geschäftsgrundlage zu entziehen. Solange der Besitz und Anbau von Cannabis illegal war, florierte der illegale Handel unkontrolliert, ohne jegliche Qualitätskontrollen oder Jugendschutzmaßnahmen. Mit dem KCanG wird ein rechtlicher Rahmen geschaffen, der es ermöglicht, Angebot und Nachfrage zu kanalisieren. Ja, die Umstellung braucht Zeit und erfordert Anpassungen bei den Strafverfolgungsbehörden. Es ist jedoch ein Trugschluss zu glauben, dass eine Rückkehr zur vollständigen Illegalisierung die Kriminalität mindern würde; sie würde sie lediglich wieder in den Untergrund treiben, wo sie für den Staat unsichtbar und unkontrollierbar ist. Unser Fokus liegt auf Harm Reduction durch Transparenz und kontrollierte Abgabe, die dem illegalen Handel entgegenwirkt und damit langfristig zur Reduzierung der Drogenkriminalität beitragen wird.

Der „Zwischenbericht“ und die Bedenken der Sicherheitsbehörden

Die DPolG hebt hervor, dass bereits massive Bedenken von Seiten der Bundesinnenminister und des BKA geäußert wurden. Es ist verständlich, dass neue Gesetze, insbesondere solche, die einen Paradigmenwechsel bedeuten, anfänglich auf Skepsis und Herausforderungen stoßen. Der genannte „Zwischenbericht“ spiegelt naturgemäß die Anfangsschwierigkeiten und bürokratischen Hürden wider, die bei der Implementierung eines so komplexen Gesetzes wie dem KCanG auftreten. Aus Sicht des VfG Süderelbe sollten solche Berichte jedoch nicht als Argument für eine Rücknahme des Gesetzes dienen, sondern vielmehr als Ausgangspunkt für konstruktive Verbesserungen. Wir betrachten die Rückmeldungen der Behörden als wichtige Impulse, um die Regulierung von Cannabis weiter zu optimieren, anstatt das Potenzial eines kontrollierten Marktes von vornherein abzutun. Eine erfolgreiche Teillelegalisierung von Cannabis erfordert einen Dialog aller Beteiligten, um pragmatische Lösungen für bestehende Probleme zu finden und das Gesetz im Sinne des Konsumentenschutzes und der öffentlichen Sicherheit zu stärken.

Jugendschutz im Fokus: VfG Süderelbe geht weiter als das KCanG

Ein zentraler Punkt der DPolG-Kritik betrifft den Jugendschutz, wobei impliziert wird, dass die Teillelegalisierung die Schutzziele für Jugendliche gefährde, obwohl Erwerb, Besitz und Anbau für Minderjährige verboten bleiben. Der VfG Süderelbe teilt die Sorge um den Jugendschutz vollumfänglich und geht in seinen internen Standards sogar über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Bei uns gilt ein strikter 21+-Standard für die Mitgliedschaft und den Bezug von Cannabis, um die Entwicklung junger Menschen zu schützen. Wir sind der Überzeugung, dass ein umfassender Jugendschutz nicht durch Verbote allein erreicht wird, sondern durch Aufklärung, Prävention und die Schaffung kontrollierter Zugangswege, die Jugendliche vom unregulierten Schwarzmarkt fernhalten.

Wir engagieren uns aktiv für präventive Maßnahmen und setzen auf transparente Kommunikation über die Risiken und den verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis. Die strikte Einhaltung von Abstandsregeln zu Schulen und Jugendeinrichtungen, die wir selbst über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus definieren, ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Unser Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem Erwachsenen der Zugang zu qualitativ hochwertigem und geprüftem Cannabis ermöglicht wird, während Jugendliche effektiv geschützt werden. Die Gefahr des Schwarzmarktes, der sich nicht um Altersgrenzen schert und oft mit verunreinigten Produkten handelt, wird durch eine kontrollierte Abgabe erst minimiert.

Cannabis Social Clubs in Hamburg: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Regulierung

Die DPolG kritisiert, dass von 314 Anträgen für Cannabis Social Clubs bislang nur 15 genehmigt wurden, was darauf hindeute, dass die beabsichtigte Regulierung nicht wie geplant funktioniert und der Schwarzmarkt weiterhin besteht oder gar gestärkt wird. Diese Beobachtung ist im Kern korrekt, doch die Schlussfolgerung greift zu kurz. Der langsame Genehmigungsprozess ist ein Zeichen für die überbordende Bürokratie und die hohen Hürden, die der Gesetzgeber selbst errichtet hat – nicht für die Fehlbarkeit des Grundgedankens der Clubs.

Als VfG Süderelbe wissen wir um die Herausforderungen bei der Gründung eines Cannabis Social Clubs. Die strengen Auflagen, detaillierten Anforderungen und der langsame administrative Ablauf verzögern die flächendeckende Etablierung, die notwendig wäre, um dem Schwarzmarkt effektiv Paroli zu bieten. Doch dies ist ein Problem der Umsetzung und der behördlichen Kapazitäten, nicht des Konzepts. Unser Ziel ist es, als VfG Süderelbe ein Vorbild für einen gut geführten und gesetzeskonformen Cannabis Social Club Hamburg zu sein. Wir setzen auf höchste Standards bei der Qualitätssicherung unserer Produkte, der Transparenz unserer Abläufe und der lückenlosen Dokumentation. Eine effiziente Regulierung bedeutet nicht, dass der Prozess einfach sein muss, aber er muss praktikabel und zeitnah sein. Die geringe Anzahl an Genehmigungen zeigt nicht das Scheitern des KCanG, sondern die Notwendigkeit, bürokratische Hürden abzubauen und den Behörden die notwendigen Ressourcen für eine zügige Bearbeitung der Anträge zur Verfügung zu stellen. Nur so können die Cannabis Social Clubs ihr volles Potenzial entfalten, den Bedarf legal und sicher decken und den Schwarzmarkt zurückdrängen.

Warum das KCanG kein „Fehlgriff“ ist: Die VfG-Vision für eine verantwortungsvolle Cannabis-Politik

Die DPolG bezeichnet die aktuelle Gesetzgebung als „falsche Herangehensweise, die anstatt Schaden zu mindern, diesen noch vergrößert“. Aus der Perspektive des VfG Süderelbe ist diese Einschätzung grundlegend falsch. Das KCanG ist ein historischer Schritt weg von einer gescheiterten Verbotspolitik hin zu einer Politik der Verantwortung und des Schutzes. Unsere Vision für eine verantwortungsvolle Cannabis-Politik basiert auf den Säulen Harm Reduction, Konsumentenschutz, Qualität und Regulierung. Ein gut implementiertes Cannabisgesetz, unterstützt durch engagierte und verantwortungsbewusste Clubs wie den VfG Süderelbe, erreicht genau das Gegenteil von dem, was die DPolG befürchtet:

  • Harm Reduction: Durch kontrollierte Abgabe mit bekannten Wirkstoffgehalten und ohne gefährliche Streckmittel werden Gesundheitsrisiken für Konsumenten minimiert.
    * Konsumentenschutz: Mitglieder erhalten transparente Informationen über die Produkte und werden über verantwortungsvollen Konsum aufgeklärt.
    * Qualität: Der gemeinschaftliche Anbau unterliegt strengen Qualitätskontrollen, um eine hohe Reinheit und Sicherheit des Cannabis zu gewährleisten.
    * Regulierung: Der legale Rahmen entzieht dem Schwarzmarkt die Existenzgrundlage und überführt den Markt in eine steuerbare und kontrollierbare Struktur, die auch Jugendschutz effektiv umsetzen kann.

Eine Rückkehr zur Illegalität würde all diese Fortschritte zunichtemachen und die Konsumenten erneut den Gefahren eines unkontrollierten Marktes aussetzen. Statt das Gesetz zurückzunehmen, sollten wir gemeinsam daran arbeiten, die Umsetzung zu verbessern und die erforderlichen Strukturen zu stärken, um die Vorteile der Teillelegalisierung Cannabis voll auszuschöpfen. Das Cannabisgesetz ist keine perfekte, aber eine notwendige und richtige Weichenstellung.

VfG Süderelbe: Ihr Partner für sicheren und verantwortungsvollen Cannabis-Genuss in Hamburg

Der VfG Süderelbe e.V. (VfG420.de) steht für einen verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis. Wir sind mehr als nur ein Cannabis Social Club Hamburg; wir sind eine Gemeinschaft, die sich für Aufklärung, Prävention und sicheren Genuss einsetzt. Wir erfüllen nicht nur die gesetzlichen Anforderungen des KCanG, sondern übertreffen diese in vielen Bereichen, insbesondere beim Jugendschutz mit unserem 21+-Standard und proaktiven Abstandsregelungen. Unser Ziel ist es, einen transparenten, sicheren und qualitativ hochwertigen Zugang zu Cannabis für erwachsene Mitglieder zu ermöglichen, den illegalen Handel zu schwächen und damit einen echten Beitrag zur öffentlichen Sicherheit und Gesundheit zu leisten. Wir laden Sie ein, Teil dieser zukunftsorientierten Bewegung zu werden und die Vorteile einer geregelten, sicheren und aufgeklärten Cannabis-Kultur mitzugestalten.

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